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  Ausbildungscoaching

 Themen im Fachforum  ::   Ausbildungscoaching


Hans Wolf sucht Kontakt zu Menschen, die sich mit dem Thema Ausbildungsstellen-Coaching befassen, es durchführen oder selbst erlebt haben. Ihn interessieren Erfahrungen und Informationen zum Umgang von Betrieben resp. Personalabteilungen zu diesem Thema. Er arbeitet seit drei Jahren mit Jugendlichen unter 25 Jahren. Ziel des Coachings ist es u.a. eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Das gelingt auch, aber die Erfahrung zeigt, dass sie dann alleine gelassen werden und oft scheitern.


Sigrid Bischof (21.07.2009)
Hallo Hans Wolf,
Jugendliche haben oft gar keine Idee, welche Möglichkeiten es übehaupt gibt und beschränken sich in ihrer Berufswahl häufig auf wenige bekannte Berufsbilder. Als Ausbilderin für ADA und einem Jugendlichen, der gar nicht wusste was er wollte, habe ich etwas experementiert. Die erste Idee kam von Vera Birkenbiehl, sie schlägt vor die Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Berufsbilder zu fokusieren. Auf einer Pinwand haben wir eine ABC-Liste markiert und dann jeden Tag neue Berufe hinzugefügt, die dem Jugendlichen am Tag über den Weg liefen, angefangen von dem Weg zur Schule bis zu Darstellern im Fernsehen. Da kam bald Einiges zusammen und öffnete den Blick.

Bei über 300 Berufsbildern ist das aber erst der Anfang. Im Internet gab / hoffentlich gibt es unter Berufenet eine kleinen Test der ganz grob, die Präferenzen erfragt . z.B. bist du lieber drinnen, draußen.., mit Menschen, allen...ziemlich einfach und dennoch für ein weiteres Mosaiksteinchen gut.

Mit diesem Profil haben wir lange im Berufenet gestöbert und waren in meinem Fall erfolgreich. Ich habe ihn dann zu allen Firmen geschleppt, die einen Tag der offenen Tür machten oder zu Veranstaltungen vom Arbeitsamt oder Ausbildungsmessen, die Berufe vorstellten. Ein Praktikum im Bereich bestätigte letzlich das Interesse. Insgesamt war das sehr aufwendig und ich musste konstant am Ball bleiben, oft Gemurre hören und jetzt...- Gerade hat mein Junior die Prüfung abgelegt und ist immer noch überzeugt vom eingeschlagenen Weg.
Mein Fazit: Brille putzen und den Blick weiten ist der erste Schritt, dann sukzesive wieder schließen und insgesamt früh anfangen. Ich hatte 2 Jahre eingeplant.
Vielleicht ist was dabei, was sie auch für externes Coaching verwenden können.
Absender: sigrid.bischof@t-online.de


Karolina Lüft (Dipl.Psych.) (17.7.2009)
Hallo Hans Wolf,
die aktuelle Jugendgeneration zeigt häufig Defizite im Bereich berufliche Reife und Berufsorientierung. Die POP-STAR-Castingmentalität führt zu Lebenszielen wie: Reich werden - berühmt werden, etc. Wenn die echte Begeisterung für einen realisierbaren Beruf fehlt, dann führt auch die beste professionelle Bewerbung nicht zum Erfolg. Hilfreich ist in solchen Fällen ein Coaching, dass Berufsreife und -orientierung vorantreibt. Wenn der junge Mensch sich mit seinen Fähigkeiten und Wünschen gezielt auseinandersetzt und dann prüft, in welchen Berufsbildern dieses Profil gefordert wird und zum Erfolg führen kann, dann ist er auf dem richtigen Weg. Das Coaching sollte sich speziell auf das Fähigkeitsprofil und an eine Stärkung der Selbstwahrnehmung beziehen um ein realistisches Selbstbild zu erreichen.
Dann hat auch die Bewerbung eine Chance.
Viel Spaß Erfolg bei der Arbeit mit den jungen U25 wünscht
Karolina Lüft (Dipl.Psych.)
Absender: karolina.lueft@t-online.de


Therese Kupke (10.1.2009)
Hallo Hans Wolf,
es gibt in der Vermittlung eine Faustregel, die für Jugendliche nur mehr gilt als für Erwachsene, aber sich nicht unterscheidet. Nach der Vermittlung begleiten am 3.Tag, nach 14 Tagen, nach 3 Monaten und / oder wenn die Probezeit endet. Dann sind für die meisten die höchsten Hürden genommen.
Absender: theresekupke@googlemail.com
 

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