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  Hobby zum Beruf machen

 Themen im Fachforum  ::   Hobby zum Beruf machen


Im Newsletter 570 vom 15.7.2009 hatten wir gefragt:
"Immer wieder gerne gelesen: Geschichten von Menschen, die ihr Hobby zum Beruf machen und damit Erfolg haben. Dass es mitunter schon bekannte Geschichten sind wie die der größten Modelleisenbahn der Welt, ist nicht so schlimm. Oder gibt es gar nicht so viele andere? Wäre mal was für MWonline und unser Fachforum: Wer hat sein Hobby zum Beruf gemacht und welche Erfahrungen gesammelt?"



Eckart Armin Morat (17.7.2009) : Guten Tag Herr Thönnessen,
Sie kennen die klassische Situation: Ich bin tätig als angestellter Geschäftsführer einer Offsetdruckerei mit 85 Beschäftigten, die zu einem Firmenverbund von insgesamt vier Druckereien gehört. Die Inhaber leiten den größten der vier Betriebe selbst - ich den zweitgrößten. Aufgrund guter Arbeit erziele ich doppelt so viel Brutto-Cash-Flow wie die Inhaber selbst, was dazu führt, dass man mich völlig frei schalten und walten lässt.

Nach Eintritt des Junior-Chefs frisch von Uni weg bekomme ich mitgeteilt, "dass man sich künftig die Zusammenarbeit etwas anders vorstellt", und er greift mit verheerenden Fehlentscheidungen massiv ins Tagesgeschäft ein. Das habe ich mir eine Weile angeschaut und mich dann entschlossen - nach sorgfältiger Vorbereitung - in den Markt der firmeninternen Weiterbildung einzusteigen. Meine Spezialgebiete "Mitarbeiterführung/Motivation/Kommunikation, Selbstmanagement, persönliche Arbeitstechniken sowie Souveränität 50 plus" tragen mich heute noch prächtig.

Nach anfänglicher freiberuflicher Tätigkeit als Einzeltrainer wurde mir 2004 mehr oder weniger die Gründung einer GmbH aufgezwungen, weil ich meine Veranstaltungen auch öffentlich anbieten musste (siehe Anhang). Sie wissen, dass ein Freiberufler aus steuerlichen Gründen keine öffentlichen Veranstaltungen durchführen darf. Mittlerweile konzentriere ich mich mit OE- und PE-Maßnahmen auf die Bedürfnisse von mittelständischen, produzierenden Industriebetrieben ohne eigene Weiterbildungsabteilung, die die Kompetenz eines Full-Service- Dienstleisters zu schätzen wissen. Meine insgesamt sieben KollegInnen sind froh über die vielen Aufträge, die auch heute noch - trotz Wirtschafts- und Finanzkrise - anfallen.

Heute danke ich dem Herrgott (oder sonst wem) dafür, dass er mir damals diesen jungen Mann geschickt hat. Nach drei völlig normalen (und geplanten) Verlustjahren als Existenzgründer bin ich ab 2008/2009 aus den roten Zahlen heraus, und mein Nachfolger, den ich derzeit einarbeite, wird die GmbH in absehbarer Zeit weiterführen.
Das wird mir Gelegenheit geben, mit meinem Wohnmobil alle europäischen Küsten (u.a.) abzufahren...

Freundliche Grüße - Ihr Eckart Armin Morat
Morat GmbH
Akademie für Unternehmensführung

Wir freuen uns über weitere Beispiele.
 

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